Home Wurfplanung Schnupperbesuch Unsere Einstellung Der Hovawart Unsere Hovis Wissenswertes Rechtliches

    Mitglied im VHH e.V.

 

 

29.12.2011

 

 

 

 

Home Links

 

 

 

                                                      Der Hovawart

 

Auch wenn die Rasse " HOVAWART" noch recht jung ist, erste Zuchtbucheintragungen findet man im Jahre 1922, so wird der "hovewart" bereits ab dem 13. Jahrhundert in verschiedenen deutschen Schriften erwähnt.  Es  gab damals keinen einheitlichen Hundetyp. Sein Name "Hofwächter"  = "hove wart" sagte bereits alles über seine Anlagen und Aufgaben aus. Das Erscheinungsbild bot einen mittelgroßen bis großen, derben, kräftigen, langhaarigen und hängeohrigen Hund. Jedoch lassen verschiedene Zeichnungen und Abbildungen kein einheitliches Bild über sein Aussehen zu. Gewiss ist, dass eben überall dort, wo sich Hunde unkontrolliert vermehren konnten, gerade dieser Typ besonders weit verbreitet war, der anders als die Hetz- und Jagdhunde der feinen Gesellschaft  Haus und Hof zu hüten hatte. Er zeichnete sich durch seine hervorragenden Wach- und Schutzhundeigenschaften aus sowie durch sein gutes Sozialverhalten in der Gemeinschaft mit seinen Menschen und anderen Tieren. Besonders seine ihm angeborenen Wesenseigenschaften, verbunden mit einer sehr guten Lernfähigkeit waren es wert, diesen Hundetyp zu festigen.

Bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts wurden konkretere Versuche unternommen, eine  Zuchtrichtung zu erhalten. Hier und da gab es gezielte Ansätze, ohne dass man eine Rasse benannte. Man hatte eben Gefallen gefunden an diesem besonderen "Germanenhund ", der in das  damalige  Zeitgeschehen  nur zu gut hinein passte. Er bot sicherlich auf verschiedene Weise eine gute Alternative zum Deutschen Schäferhund.

Wenn auch heftig umstritten, so muss man nach heutigen Erkenntnissen K.F. König als den Herauszüchter der Rasse Hovawart ansehen. Auch wenn viele seiner Zuchtbemühungen im Finsteren bleiben, ihm seine vielen Gegner jeglichen Verdienst absprachen - schließlich bemühten sich zu dieser Zeit verschiedene Individualisten um ein einheitliches Zuchtbild. K.F. König gelang 1922 mit sechs gleichgesinnten Freunden endlich die Durchzüchtung. Es wurde mit dem "Verein für Deutsche Schutzhunde" mit Sitz in Thale der erste Hovawart-Zuchtverein gegründet.

Die erste Zuchtbucheintragung wurde im gleichen Jahr von K.F. König vorgenommen. Zuchtgrundlage boten in erster Linie  derbe, robuste, typvolle Bauernhunde, die sich auf entlegenen Höfen in Harz und Odenwald fanden. Durch Einkreuzung bereits bestehender Hunderassen wie Neufundländer, Kuvasz, Leonberger,  Deutscher  Schäferhund  und  Afrikanischer Wildhund, entstand mit der Zeit eine recht bunte Mischung. Durch besonders strenge Zuchtauswahl, die nur mit sehr, sehr viel Engagement,  Individualismus und einer  großen  Portion  Durchsetzungsvermögen  möglich war, zeigten sich bald erste Erfolge. Man hatte das Idealbild aufgebaut, das wohl als Ausgangsbasis der heutigen  Hovawart-Zucht angesehen werden kann. 1937 erlangte der Hovawart die offizielle Anerkennung als eigenständige Rasse.

Alle  diese  Erfolge machte  der 2.  Weltkrieg zunichte. Viele Hunde wurden - ob mit oder ohne ihre Besitzer - zum Kriegsdienst herangezogen. Wertvolle  Zuchttiere und Zuchtunterlagen sowie fast alle Papiere  gingen  verloren. Nach Kriegsende  bildeten sich  weit über Deutschland verteilt kleinere Zuchtgruppen. Es gab keine einheitliche Zuchtrichtung  mehr. Jede Gruppe verpaarte nach eigenem Geschmack und  eigenen  Vorstellungen. Dies hatte zur Folge, dass  sich je nach Region  sehr unterschiedliche Hovawart-Typen entwickelten.

Unter Zusammenschluss verschiedener kleinerer Zuchtverbände erfolgte 1948 die Gründung des "Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V.".

Anders als K.F. König verfolgten die dortigen  Anhänger  der  Hovawart-Zucht eine Anerkennung dieser Rasse als Gebrauchshund. Dieses Ziel wurde  nach  vielen erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den Verfechtern der alten Zuchtrichtung, sowie den Fürsprechern der modernen  Zuchtform (auch Sportzucht geschimpft) 1964 erreicht.

Es ist auch oder  gerade heute sehr gut zu verstehen, dass der tatsächliche Begründer dieser Rasse nicht bereit war, diesem Schritt zu folgen. Seine Grundidee, seine ursprünglichen Ideale von "dem Hovawart"  waren dort nicht mehr  gefragt. Man legte weniger Wert auf die Wesensanlagen mit angeborenem ausgeprägtem Schutz- und Wachtrieb, mit sehr hoher Reizschwelle bei ansonsten freundlichem Wesen, als viel mehr auf den  Sporthund, der sich immer  mehr von den Zuchtanfängen abgrenzte.

Diese Zuchtrichtung hat sich leider bis heute immer mehr durchgesetzt.

Nur sehr wenige Zuchtvereine sind auch heute  noch bemüht, den Hovawart nach alten  Zuchtidealen zu erhalten. Hierzu zählt auch der "Verein für Hovawart-Hunde e.V." mit Sitz in  Lindlar.

 

nach oben