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31.01.2011

 

 

 

 

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                                      So wachsen unsere Hovawart-Welpen auf

Die Welpenaufzucht gehört zu den schönsten Erlebnissen eines Züchters, sofern er gerne bereit ist, die auf ihn zukommende Arbeit, also eine uneingeschränkte Einsatzbereitschaft, aus Liebe auf sich zu nehmen. Er muss sich einer sehr großen Verantwortung bewusst sein und sich dieser stellen. Auch wenn eine sichere Hovawart-Hündin (nur solche sollten zur Zucht eingesetzt werden) eigentlich keine "Unterstützung" bei der Aufzucht ihrer Babys benötigt, unsere Welpen müssen auf "die große Welt" vorbereitet werden; und das schon in den ersten Lebenswochen.

Die Welpenaufzucht ist ganz sicher einer der wichtigsten Bausteine für ein gesamtes Hundeleben. Vom ersten Lebenstag an von Züchterhand geprägt, mit viel Liebe auf ihre Zukunft vorbereitet, sowie bei sorgfältiger gewissenhafter Auswahl der zukünftigen Besitzer; nur so wird man dieser großen Verantwortung gerecht, die gegenüber jedem einzelnen Welpen besteht. Aber liegt nicht das Glück unserer Welpen in unserer Hand?
 

Die 1. Woche

In den ersten beiden Aufzuchtwochen  bleibt einer Züchterfamilie sehr viel Zeit zum Zuschauen und Staunen, sofern die Mutterhündin ihre Babys selbst ausreichend mit Milch versorgen kann. Die Arbeit beschränkt sich auf die Reinigung von Kiste und Mama, ihre Ernährung, die Pflege des Gesäuges, 2malige Temperaturkontrolle bis zur Erreichung der normalen Temperatur der Hündin und das tägliche Wiegen der Welpen. Der Wurf wird in den ersten beiden Tagen vom Zuchtwart besichtigt, evtl. erkennbare Mängel festgehalten.

 1. Woche D-Wurf (Babsy)

   
Die 2. Woche

Etwa ab dem 8. Tag öffnen sich die Öhrchen der Welpen. 2-3 Tage später die Augen von den Innenwinkeln ausgehend. Die ersten ungeschickten Steh- und um den 14. Tag noch recht unbeholfenen Laufübungen lassen die Zeit vergessen. Es ist einfach zu faszinierend, diesen doch so energischen Würmchen zuzuschauen und ihnen bei der „Welteroberung“ zu helfen. Erste Hindernisse wie Kissen, zusammengerollte Decken liegen in der Kiste. Besonders geeignete Objekte - Züchterbeine! Der „Untergrund“ für diese ersten Laufversuche ist grundsätzlich rutschsicher. Die Fußnägelchen sind für das Gesäuge der Hundemama unangenehm und werden jetzt regelmäßig mit einer Nagelschere gekürzt. Jetzt wünscht sich auch die pflichtbewussteste Mama eine Verschnaufpause und freut sich über erste Spaziergänge.

2. Woche H-Wurf (Finchen)

 
Die 3. Woche

Zwischen dem 16. und 18. Tag werden erste Kotproben untersucht. (Entwurmung). Ihre erste feste Nahrung erhalten die Welpen zwischen dem 18. und 20. Tag in Form von Rindertartar, das von Tag zu Tag durch mageres Rindfleisch ersetzt wird. In Folge wird der Speiseplan sachte ergänzt. Wechselnd kommen gekochte pürierte Möhren (oder Babygläschen), Kartoffeln, Reis, Nudeln, gekochte Haferflocken, etc. hinzu. Der Welpenauslauf ist inzwischen so groß, dass alle Welpen ausreichend „Auslauf“ haben und nach Bedarf ein stilles Plätzchen aufsuchen können. Je nach Gemüt und Spieleifer genießt die Hündin das Spiel mit den Welpen. Täglich werden die Kleinen behutsam mit neuen und sehr unterschiedlichen Gegenständen und Geräuschen vertraut gemacht.

3. Woche E-Wurf (Candy)

   
Die 4. Woche

Unsere Babys sind bis jetzt nur an uns und unsere Familienangehörigen gewöhnt. Nun wird das Welpenzimmer für erste fremde Besucher geöffnet. Hierbei achten wir sorgsam darauf, dass sie zu keiner Zeit überfordert, bedrängt oder verängstigt werden. Uneinsichtige Gäste finden, ebenso wie ungezogene rabiate Kinder, keinen Zugang zu den bis dahin noch unerfahrenen Kleinen. Die Welpen nehmen jetzt ihre Umwelt mit allen Sinnen war und dürfen keinerlei unangenehme Erfahrungen machen. Die Auswahl der „fremden“ Gegenstände im Auslauf steigt täglich. Mal ist es eine Klappertüte, ein bunter Ball, ein Teddybär, ein dicker kurzer Strick, ein Fellfetzen, eine mit Steinen gefüllte Blechdose, mit Leckerchen gefüllter Pappkarton. Die Welpen entdecken jeden Tag etwas neues! An trocknen Tagen erfolgt der 1. Ausflug in den Garten/ auf unsere Terrassen. Schon jetzt zeigen sich Wesensunterschiede, die dem erfahrenen Züchter eine Vorabauswahl der möglichen Besitzer erlauben.

4. Woche H-Wurf (Finchen)

 
Die 5. Woche
Die 2. Kotuntersuchung (evtl. Wurmkur) wird fällig. Am liebsten halten sich die Welpen im Freien auf, was je nach Witterung durchaus angebracht ist. Die Mutterhündin hat jederzeit Zugang zu ihren Welpen, oder aber auch die Möglichkeit sich zurück zu ziehen. Der Welpenauslauf wird sehr sauber gehalten, so fällt die Erziehung zur Stubenreinheit wesentlich leichter. Mit der 2. Wurfkontrolle werden der Entwicklungsstand der Welpen erfasst, die Aufzuchtstätte in Augenschein genommen. Immer deutlicher lassen sich wichtige Wesenszüge zuordnen.   

5. Woche H-Wurf (Finchen)

 
Die 6. Woche  

Inzwischen erhalten die Welpen viele Anregungen, u.a. von ihren neuen Besitzern. Durch regelmäßige Besuche der neuen Familien werden die Welpen auf „das Leben in der weiten Welt“ vorbereitet. Aber auch der Abschied wird ihnen erleichtert. Der Speiseplan ist nun sehr abwechslungsreich und wird sorgfältig zusammengestellt. Auch wenn wir Fertigfutter nicht gerne auf dem Speiseplan unserer Hunde sehen, wird jetzt täglich 1 Mahlzeit in Form eines Fertigproduktes gegeben, um die Welpen evtl. auf eine Futterumstellung in ihren neuen Familien vorzubereiten.

6. Woche H-Wurf (Finchen)

 
Die 7. Woche

Der Auslauf wird zum Abenteuerspielplatz. Wobei der Ideenreichtum der Familie gefragt ist. Ob bunte Tunnel, 1 Podest, eine Matratze, vielleicht auch ein ausrangierter Schrank, große Holz- oder Pappkartons, eine kleine Wippe, die ebenso wie verschiedene Bodenmaterialien (Rasen, Steinplatten, Holz, Teppich, Fliesen, etc.) dienen nicht nur einem abwechslungsreichen Spielangebot. Sie sind für die gesamte Entwicklung unserer Welpen sehr wichtig. Je mehr angenehme „Begegnungen“ und Erfahrungen ein Hundebaby in seinen ersten Lebenswochen macht, desto besser kann es sich in sein neues Leben einfügen.

 

 
Die 8. Woche

Die letzte Kotuntersuchung (Entwurmung) wird durchgeführt. Die Endabnahme durch den Zuchtwart erfolgt. Zuvor erwarten wir den Tierarzt, Die Welpen werden gründlich untersucht, geimpft und durch einen Chip gekennzeichnet.

 

 
Die Rudelmitglieder
Onkel Ilko mit Jimbo Askan mit Finchen, Flöhchen und Filius Schwester Babsy mit Endro
   

 

 
     
     
In der 9. Woche
heißt es für die ersten Welpen Abschied nehmen, sofern das Mindestgewicht von 7 KG überschritten ist.

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